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Jetzt einsteigen: Bürgerbeteiligungen der WASO Energie in Zusammenarbeit mit LeihDeinerUmweltGeld

Gemeinsam mit Ihnen als Anleger/-in soll das bestehende, rund 4.000 Meter lange Wärmenetz in Neustadt nun um rund 1.300 Trassenmeter erweitert und verdichtet werden, um weitere Straßenzüge im Stadtzentrum und in der Südstadt an eine ökologische und wirtschaftlich attraktive Wärmeversorgung anzuschließen. 

Insgesamt beträgt die Investitionssumme für den anstehenden Ausbau ca. 650.000 Euro und wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kofinanziert und gefördert. Die Bürgerbeteiligung über LeihDeinerUmweltGeld ist auf max. 200.000 Euro limitiert. Ihr Umweltkredit als Anleger wird dabei mit 5,00 % jährlich verzinst und am Ende der Laufzeit vollständig getilgt. Verwaltet wird die Gesamtanlage von der WASO Energie GmbH & Co. KG. Das bestehende Biomasseheizwerk wurde zudem vom bayerischen Staat gefördert.

Mit der Wärmenetzerweiterung- und verdichtung sollen fossile Energieträger, wie Heizöl und Kohle, durch den klimaneutralen Energieträger Holzhackschnitzel ersetzt. Pro Kilowattstunde produzierte Wärmeleistung, die einen fossillen Energieträger ablöst, wird rund ein Kilogramm CO2 eingespart. Bereits heute sind dies über 7.000 Tonnen CO2 jährlich, die die Umwelt weniger belasten. Zudem werden die in der Biomasseheizung verfeuerten Holzhackschnitzel unmittelbar aus der Region gewonnen, um hohe Transportkosten und Umweltemissionen zu vermeiden.

Aktuell sind schon über 22% der Gesamtsumme von 200.000 Euro gezeichnet.  36 Bürgerinnen und Bürger haben bereits dazu beigetragen, dass die Wärmeversorgung in Neustadt nachhaltiger wird.

Kurz und knapp: unsere Vorteile im Video

Mehr über die Anlagemöglichkeit sowie technische Details und Ablauf auf der Website von LeihDeinerUmweltGeld.de

 

 

 

    Die Zukunft der Wärmeversorgung in Neustadt an der Donau

    Neue Wärmekonzepte für Neustadt

    Am Mittwoch lud die Firma WASO Energie Kunden und Interessierte zum „Fachgespräch Wärme“ ein

    Vor fast 50 Zuhörern wurde der neue Imagefilm vorgestellt. Herr Bürgermeister Reimer, der das Unternehmen von Anfang an begleitet hat, betonte in seinem Grußwort das große Vertrauen in die WASO Energie seitens der Stadt Neustadt, welche zahlreiche Gebäude an das Wärmenetz angeschlossen hat. Diese langjährige Zusammenarbeit biete den Bürgern auch in Bezug auf gemeinsame Projekte in der Zukunft Sicherheit. Herr Reichl, Geschäftsführer der WASO Energie verschaffte den Anwesenden einen Überblick über zukünftige Bauvorhaben und aktuelle Maßnahmen. Er bat um Verständnis für die derzeitigen Baustellen, welche jedoch im Hinblick auf eine flächige und preiswerte Wärmeversorgung wichtig für die Zukunft Neustadts wären. Es zeichne Neustadt aus, dass man im Moment versuche, miteinander etwas voran zu bringen. Bei der Netzverdichtung im Zuge der parallel ablaufenden Innenstadtsanierung liege der Fokus besonders auf den nördlichen Bereichen Neustadts, wie beispielsweise der Rentamtstraße. Ab Mitte nächsten Jahres soll verstärkt Richtung Süden erweitert werden. Mit der Anbindung einiger Großabnehmer sollen sukzessive auch die abzweigenden Seitenstraßen angeschlossen werden.

    Im Anschluss berichtete Marlene Gruber, Doktorandin an der Universität Regensburg, über die Zusammensetzung der Wärmekosten bei verschiedenen Heizarten. Ihre Fragestellung „Was kostet Wärme?“ beantwortete sie gleich zu Beginn selbst mit den Worten „Es kommt darauf an“, was mit  einem zustimmenden Kopfnicken und Schmunzeln beim Publikum aufgenommen wurde. Trotz des aktuellen Preisverfalls lägen die Nettobeträge der Wärmegestehungskosten von Heizöl bei durchschnittlich 10 Ct./kWh in Altbauten und von 18 Ct./kWh in Neubauten deutlich über anderen Wärmequellen wie Fernwärme oder Erdgas. Vor allem die Änderungen in der Energieeinsparverordnung 2014, welche eine Nutzung von mindestens 15% Erneuerbaren Energien bei Neubauten vorschreibt, erfordere ein Umdenken der Bürger in Richtung ökologischer Alternativen. Die Präsentation mit detaillierten Informationen zu den Wärmekosten von Erdgas, Pellets, Heizöl und Wärmepumpe steht nachfolgend als PDF zum Download zur Verfügung.

    Der Leiter der strategischen Geschäftsfeldentwicklung der Stadtwerke Neuburg an der Donau, Lothar Behringer, stellte exemplarisch das Nahwärmekonzept mit Abwärme aus Industrieanlagen in Neuburg vor. Er zeigte die Parallelen zu Neustadt auf. 35% des Wärmebedarfs in Neuburg werden derzeit durch Abwärme aus Industrieanlagen gedeckt. Der Grundstein sei der politische Wille, fraktionsübergreifend eine einheitliche Stadtpolitik zu betreiben. In einem offenen Dialog müsse die Akzeptanz der Bevölkerung gewonnen werden. Effizient, flexibel und mit Nutzung von Synergien vor Ort kann so eine günstige und sichere Energiebereitstellung für die Bürger geschaffen werden. Die Vorteile lägen auch für Unternehmen auf der Hand: eine flexible, CO2-freie Versorgung mit Energiesteuerbegünstigungen, die Ressourcen schont und das Image steigert. Momentan seien auch die Rahmenbedingungen hinsichtlich staatlicher Förderungen sehr gut.

    Abschließend betonte Geschäftsführer Peter Stieber noch einmal, dass die Firma WASO Energie den Weg der Stadt Neustadt hin zu einer möglichen Abwärmenutzung bestmöglich flankieren wird.

    Erfahren Sie, wie sich die Wärmekosten verschiedener Heizarten zusammensetzen!

    Herr Bürgermeister Reimer begrüßte die Anwesenden
    Die Bürger zeigten sich interessiert an der Nutzung von Abwärme als Alternative zu Heizöl!